Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen

Zur Volksinitiative vom 18. Mai 2014

Ich finde es wichtig, den Initiativtext nochmals in Erinnerung zu rufen, dieser hat folgenden Wortlaut: „Personen, die verurteilt werden, weil sie die sexuelle Unversehrtheit eines Kindes oder einer abhängigen Person beeinträchtigt haben, verlieren endgültig das Recht, eine berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit mit Minderjährigen oder Abhängigen auszuüben.“ Die Initiative will, dass Kinder besser vor Sexualstraftätern geschützt werden. Das will ich auch, deshalb spreche ich für die Minderheit, die der Initiative zustimmt. Es geht hier nicht um Bagatellfälle, sondern um rechtskräftig verurteilte Personen. Ein Richter hat also bereits sein Ermessen ausgesprochen. Ersttäter wird es leider immer geben, aber betreffend Wiederholungstätern sind wir gefordert, mehr zu tun und Kinder und Abhängige besser zu schützen. Wird ein Pädophiler verurteilt, soll er nicht mehr mit Kindern oder Abhängigen arbeiten dürfen, weder im Beruf noch in der Freizeit. Dieses Anliegen ist klipp und klar und dahinter stehe ich. Einen direkten Gegenvorschlag, der die Anliegen der Initiative schwächt und mildert, ist aus meiner Sicht nicht notwendig. Ich will, dass ein verurteilter Pädophiler nie mehr mit Kindern arbeiten darf und dies in Beruf und Freizeit. Er soll endgültig das Recht verlieren, eine berufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit mit Kindern auszuüben. Es ist für mich auch unvorstellbar, dass man daran denkt, einen Pädophilen, der sich bereits einmal an einem Kind vergangen hat, wieder an Kinder heranzulassen. Dies ist übrigens auch zum Schutz der Täter vor sich selber. Die Initiative ist eine Präventivmassnahme, die verhindern soll, dass pädokriminell veranlagte Personen, die sich bereits einschlägiger Handlungen schuldig gemacht haben, in engem Kontakt mit Minderjährigen arbeiten können. Und: Meine Damen und Herren: Sprechen wir doch endlich vermehrt von den Opfern, von den Kindern und ihren tief getroffenen Familien und dem unermesslichen Leid, das Ihnen zugefügt worden ist und nicht, wie man vermehrt feststellen muss, vor allem von den Tätern! Die Verhinderung abscheulicher Taten, und das ist das Ziel der Initiative, verlangt ein JA zur Initiative. Ich bin überzeugt, dass das Parlament nach der Annahme der Initiative bei der Ausführungsgesetzgebung genügend Möglichkeiten hat, um diese praktikabel und grundrechtskonform umzusetzen und bitte Sie, der Minderheit zu folgen und der Initiative zuzustimmen.

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