Ständerat will Inländer stärker fördern

Motion Fachkräftemangel:
Inländische Arbeitskräfte sollen besser gefördert werden. Besonders Frauen und ältere Menschen stehen im Fokus des Vorstosses, dem der Ständerat zugestimmt hat.

Der Ständerat will dem Fachkräftemangel vermehrt mit der Förderung inländischer Arbeitskräfte begegnen. Er hat am Donnerstag eine entsprechende Motion von Brigitte Häberli-Koller (CVP/TG) diskussionslos an den Nationalrat überwiesen.

Stimmt auch die grosse Kammer dem Vorstoss zu, muss der Bundesrat Gesetzesänderungen ins Auge fassen, um inländische Arbeitskräfte stärker zu fördern. Er zeigte sich dazu bereit und empfahl den Vorstoss zur Annahme.

Fokus auf Frauen und Älteren
Die Motionärin fordert insbesondere eine verstärkte Förderung von weiblichen und älteren Arbeitskräften und eine Steuerung der Bildungspolitik mit dem Ziel, dass Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zu einem möglichst geringen Arbeitskräftemangel führen.

Die Fachkräfteinitiative des Bundesrates packe die Herausforderung nach der Annahme der Zuwanderungsinitiative zu wenig konsequent an, begründete Häberli-Koller ihren Vorstoss. Auch die Wirtschaft habe bisher keine Beweise erbracht, dass sie auf freiwilliger Basis bereit sei, nachhaltig inländische Arbeitskräfte zu fördern.

Bundesrat Johann Schneider-Ammann sagte im Ständerat, die Regierung beabsichtige, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Ausschöpfung des inländischen Fachkräftepotenzials laufend zu verbessern und wo nötig zielführende gesetzliche Anpassungen vorzuschlagen. Dies parallel zu verschiedensten Massnahmen, die bereits ergriffen worden seien.

Motionstext

 

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