Familienpolitik

Die Rolle des Staates für die Familie ist sensibel. Erziehung und soziales Leben werden in den eigenen vier Wänden von Vater und Mutter geprägt. Der Staat soll nur unterstützen.

Die Wurzeln der Familienpolitik liegen im eigenen Zuhause. Dort, wo Eltern ihren Kindern den Start ins Leben gewähren und sie später als junge Menschen befähigen, ihr eigenes Leben zu gestalten. Als Mutter von drei Kindern weiss ich, dass man Werthaltungen nicht predigen soll: Man muss sie vorleben. Also weniger reden und viel mehr machen, denn unsere Kinder beobachten uns rund um die Uhr. Dass sich zwischen Eltern und Kindern auch schwierige Situationen ergeben, liegt auf der Hand. Auch wir Eltern haben unsere Grenzen und werden schon mal deutlich. Das schadet auch nichts. Wichtig bleibt aber, dass man selber eine klare Linie fährt, damit die Kinder akzeptieren, wo die Grenzen liegen.

Die Rolle des Staates für die Familie ist sensibel. Wir wollen keine staatlich verordnete Erziehung, sondern Rahmenbedingungen, die es den Eltern ermöglichen, ihren Erziehungsauftrag gut zu erfüllen. Darum bin ich stolz auf unsere Familieninitiativen; wir haben dafür auch im Thurgau viele Unterschriften gesammelt. Nun folgt die zweite Phase, der politische Weg. Da müssen wir die Bedenken über die enormen Kosten, die auf unser Staatswesen zukommen werden, ernst nehmen. Trotzdem ist die Stimmung gut. Darum wollen wir diesen Initiativen zum Wohl einer modernen Familienpolitik eine Chance geben.

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