Sozialpolitik

Arbeit und Ruhestand müssen stärker an die Bedürfnisse der Menschen geführt werden. Dabei müssen die Renten sicher bleiben.

Die Menschen in unserem Land müssen sich auf die wichtigsten Sozialwerke – AHV, IV und Pensionskassen – verlassen können. Unsere und auch die nachfolgenden Generationen müssen damit rechnen dürfen, dass sie ihre Rente bekommen. Und dies auch angesichts grosser Herausforderungen – etwa der steigenden Zahl älterer Menschen. Auf der einen Seite ist es schön, dass die Menschen immer älter werden. Auf der andern Seite stehen immer weniger Leute im Arbeitsleben.

Um unsere Rentenverpflichtung einzulösen, müssen wir darüber sprechen, dass die Frauen und Männer mit 65 Jahren pensioniert werden – und darüber hinaus, dass wir dem Renten-Eintrittsalter mehr Flexibilität einräumen. Jemand, der erst mit 30 Jahren ins Erwerbsleben eingetreten ist, kann etwas länger arbeiten, derweil Menschen, die mit 16 Jahren auf dem Bau begonnen haben, früher als mit 65 Jahren in Rente gehen. Hier kann die Politik nur dann einen Beitrag leisten, wenn die Wirtschaft mitmacht und solche Arbeitsplätze zur Verfügung stellt. Zum Glück erkennt die Wirtschaft immer mehr, dass gerade ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit ihrer Erfahrung und ihrem enormen Wissen sehr wertvoll sind.

Ich erwarte, dass die Wirtschaft diese Weiterbeschäftigung älterer Menschen nicht nur auf Podien und mit schönen Worten verspricht, sondern auch Taten folgen lässt.

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