Verkehr

Das Auto ist erfunden, die Bahn ebenfalls. Die Zukunft der Mobilität liegt in der Vernunft ihrer Benutzer.

Wir alle sind unterwegs. Wir tun es in einer Mischung zwischen Vernunft und Spass am Reisen. Doch unser Bewegungsdrang stösst an Grenzen. Staus, Verstopfungen, überfüllte Züge und Trams sind die Folge.

Inzwischen reift die Erkenntnis, dass man in gewissen Städten kein Auto mehr braucht, weil man mit dem öffentlichen Verkehr oder gar mit dem Velo das Ziel rascher erreicht. Doch auf dem Land kann man nur sehr schwer auf ein Auto verzichten. Wenn ich in Steckborn bis Mitternacht an einem Anlass bin, komme ich mit dem öffentlichen Verkehr nicht mehr zurück nach Bichelsee.

Man macht es sich oft zu einfach, wenn man Automobilisten als schlecht und die Benutzer des öffentlichen Verkehrs nur noch als gut bezeichnet. Viel wichtiger ist es, dass wir vermehrt an die Vernunft der Menschen appellieren, damit sie sich fragen, welches Verkehrssystem je Fall optimal ist. Im Thurgau verfügen wir über ein sehr gut ausgebautes ÖV-Netz. Gleichwohl – und dazu stehe ich – fahre ich zwischendurch auch gerne Auto – und finde dies auch nicht schlimm.

Der öffentliche Verkehr darf nicht leichtfertig Linien im ländlichen Raum aufheben, nur weil zu bestimmten Tageszeiten die Frequenzen nicht stimmen. Es sind viele Leute – insbesondere Senioren – auf ihn angewiesen. Mir ist bewusst, dass der ÖV etwas kostet. Das wissen wir in Bern, und das wissen auch die Kantone. Bislang haben wir die Mittel intelligent eingesetzt – das weiss auch die Bevölkerung.

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